Schweigeminute am 23. Februar 2012
Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt

Die IG Metall ruft gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände zum Gedenken an die Opfer rechtsexremistischer Gewalt auf. Gewerkschaften und Arbeitgeber treten damit gemeinsam für ein Deutschland ein, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben. Die IG Metall ruft am Donnerstag, 23. Februar, 12 Uhr,
alle Beschäftigten in den Betrieben auf, für eine Schweigeminute innezuhalten.
Im stillen Gedenken an die Opfer soll ein kraftvolles Zeichen gesetzt werden: ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden,ein Zeichen der Verurteilung von Fremdenhass, Rassismus und rechtsextremer Gewalt,ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit Deutschlands.
1. Tarifverhandlung
IG Metall will höhere Löhne für Leiharbeitnehmer

Die ersten Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und dem Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) über Branchenzuschläge für Leiharbeitsbeschäftigte sind nach rund 3 Stunden vertagt worden. „Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Wir stehen erst am Anfang eines schwierigen Verhandlungsweges und sind noch ein gutes Stück entfernt von unserem Ziel der fairen Bezahlung von Leiharbeitnehmern entfernt“, sagte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Verhandlungsführerin der IG Metall, am Mittwoch in Düsseldorf. Die Verhandlungen sollen am 20. März 2012 fortgesetzt werden. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild, der ebenfalls der IG Metall Verhandlungsführung angehört sagte: "Ich bin zuversichtlich, dass wir zügig eine gute Regelung hinbekommen werden."
Laut Laut Schild gibt es aber drei „Knackpunkte“: Erstens die Höhe der Branchenzuschläge. Die IG Metall fordert, dass die Lücke „vollständig geschlossen wird“ – diese kann in den unteren Entgeltgruppen bis zu 40 Prozent betragen. Um die Lücke komplett zu schließen, will die IG Metall nicht nur einen Branchenzuschlag, der sich am Flächentarifvertrag orientiert, sondern auch eine „Einsatzzulage“, die die Regelungen des jeweiligen Betriebs berücksichtigt. Die Arbeitgeber wollen die unteren Entgeltgruppen von der Angleichung ausschließen, die IG Metall werde es aber nicht zulassen, dass diese Gruppen „abgeknipst“ würden, so Schild. Dritter Knackpunkt sei die sogenannte „Anwartschaftszeit“. Die IG Metall wird darauf bestehen, dass die Zuschläge ab dem ersten Arbeitstag gezahlt werden. Bei den Arbeitgebern sind Übergangszeiten von mehreren Monaten im Gespräch.
Woche der Abstimmungen
Jugend votiert für unbefristete Übernahme

Die erste Woche der Abstimmungen der IG Metall Jugend zur unbefristeten Übernahme ist zu Ende. In den Betrieben wurden Karten verteilt, mit denen die Jugendlichen abstimmen konnten. Die Abstimmungskarten werden in einer gelben Box gesammelt und bei der ersten Verhandlung den Arbeitgebern übergeben.
Die Beteiligung in vielen Betrieben in den vier Bundesländern des Bezirks war beachtlich. Mit ihrem Votum haben sich die jungen Menschen für bessere Perspektiven ausgesprochen. Die IG Metall will die unbefristete Übernahme für Ausgebildete in der anstehenden Tarifrunde zum Thema machen. Die Arbeitgeber lehnen bisher eine tarifliche Übernahme in Normalarbeitsverhältnisse ab. Sie drohen damit, weniger auszubilden, vor allem nicht mehr über Bedarf. Die IG Metall hält dagegen: Ausbildung ist eine Investition in die Fachkräftesicherung für die künftigen Jahre. Außerdem erhöht eine unbefristete Übernahme die Attraktivität der betrieblichen Ausbildung.
Die Votings sind starke Statements, mit denen die Jugendlichen Zeichen setzen. Höchste Zeit, sich jetzt zu beteiligen und abzustimmen. Abstimmungskarten gibt es im Betrieb bei der Jugend- und Auszubildendenvertretung, beim Betriebsrat oder der zuständigen IG Metall-Verwaltungsstelle.
Zweites Tarifgespräch
IG Metall fordert Tarifpolitik aus einem Guß

Nach dem zweiten Tarifgespräch verständigten sich die IG Metall und die Arbeitgeberverbände der Mittelgruppe und Thüringen auf eine Fortsetzung der Gespräche bis Ende März (ein genauer Termin steht noch nicht fest). Die Themen Berufseinstieg förderungsbedürftiger Schulabgänger, Übernahme Ausgebildeter, Mitbestimmung bei Leiharbeit sollen dabei weiterhin im Mittelpunkt stehen. „Ziel ist es, tragfähige Lösungen für das Thema förderungsbedürftige Schulabgänger noch vor Ablauf der Friedenspflicht zu erreichen“, sagte IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild. „Damit ist klar, dass wir unserer Tarifkommission am 23.2. vorschlagen werden, die Fragen der fairen Gestaltung der Leiharbeit, die Übernahme Ausgebildeter und die Entgeltforderung zu einer Forderungseinheit zu verbinden. Sie haben gleichwertigen Stellenwert in dieser Tarifrunde. Sie sind Kernforderungen der IG Metall und lassen sich nicht voneinander trennen. Wir wollen Tarifpolitik aus einem Guss.“
Erstmalig haben die Tarifvertragsparteien der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland) und Thüringens zusammen verhandelt. Damit zählt diese Tarifregion zu den größten der Metall- Elektroindustrie in Deutschland. Sie vertritt rund 415.000 Beschäftigt in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in den vier Bundesländern. Verhandlungsführer Schild: „Der Tarifabschluss wird für Ost und West gleichermaßen gelten. Nach über zwanzig Jahren wird Ost und West in der Mitte zusammengeführt.“
Workshop im Mainforum | 6. März 2012
Optionale Übergänge in den Ruhestand
Die IG Metall will das "Einheits- Modell Rente mit 67" durch ein Modell "optionaler Übergänge in den Ruhestand" ersetzten. Der Fachbereich Sozialpolitik im IG Metall-Vorstand veranstaltet dazu am 6. März 2012 einen Workshop im Mainforum in Frankfurt am Main.
Wir wollen vom Gesetzgeber neue Ausstiegsmöglichkeiten und verschiedene Optionen. Wie sehen die verschiedenen Ausstiegsoptionen aus, wie ergänzen sie sich? Zudem wollen wir vorhandene betriebliche Erfahrungen und Ansätze nutzen und Musterprojekte identifizieren, um die Auseinandersetzung mit den Arbeitgebern vorzubereiten.
Investor für manroland in Offenbach
IG Metall: Aussichtsreiche Lösung
Offenbach/Frankfurt. Aufatmen für viele, die Zukunft für den Traditionsstandort manroland Offenbach ist vorerst gesichert. Am Mittwoch stimmte der Gläubigerausschuss dem Angebot des britischen Investors Langley zu. Der Investor sagte zu, rund 800 Mitarbeiter in Offenbach zu übernehmen. Die IG Metall sieht im Konzept dieses Investors eine tragfähige Grundlage um den Standort Offenbach und den Bogendruck-Bereich langfristig zu sichern.
Sitzung der Tarifkommissionen M+E
Tarifrunde 2012: Wir sind entschlossen
Die Tarifkommissionen der IG Metall für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland) und Thüringen haben am Mittwoch in Friedberg die Forderungsdiskussion für die rund 420.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie dieser Bundesländer geführt. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach mehr Geld, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und Regelungen zur Regulierung von Leiharbeit. Die Debatte in den Tarifkommissionen ist Grundlage für den Beschluss der Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstandes am 7. Februar. Die endgültige Höhe der Entgeltforderung und weitere Forderungselemente beschließen die Tarifkommissionen am 23. Februar.
Ergebnis in der ersten Tarifverhandlung
Tarifergebnis für 14.000 Beschäftigte der saarländischen Stahlindustrie
Bereits in der ersten Tarifverhandlung hat die IG Metall und der saarländische Saarhüttenverband für die rund 14.000 Beschäftigten an der Saar, bei Edelstahl Buderus in Wetzlar und den Badischen Stahlwerken in Kehl ein Tarifergebnis erzielt. Es sieht eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 3,8 Prozent vor. Die Tariferhöhung gilt ab dem 1. März 2012, zusätzlich wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 160 Euro und für Auszubildende von 60 Euro vereinbart. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten bis zum 31.5.2013.
Weiterhin gilt ab sofort die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden. Der vor einem Jahr abgeschlossene Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit wird fortgesetzt. Dieser Tarifvertrag enthält die weitgehendste Regelung zur Mitbestimmung und Vergütung von Leiharbeit bundesweit. Die bisherige Altersteilzeitregelung gilt weiter. Ab sofort werden auf betrieblicher Ebene alternative und wertgleiche Konzepte zum Altersübergang erarbeitet.
Dankbrief der Dillinger Hütte
Azubis bedanken sich für unbefristete Übernahme

Mit einem Dankschreiben an die IG Metall haben sich die Auszubildenden der Dillinger Hütte für das Tarifergebnis bedankt, in dem die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden geregelt ist. Dies sei ein starkes Zeichen angesichts der heutigen Situation von jungen Menschen, die mit befristeten Arbeitsverhältnissen, Leiharbeit und Praktikas zu kämpfen haben.
Zuwachs in allen Ländern, Zuspruch bei jungen Menschen und Leiharbeitnehmern
Bezirk Frankfurt mit positiver Entwicklung
Die IG Metall im Bezirk Frankfurt blickt auf erfolgreiches Jahr zurück. Die Anzahl der Mitglieder im Zuständigkeitsbereich des Bezirks Frankfurt (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen) ist im Jahr 2011 deutlich gestiegen. Zum Jahresende 2011 zählte der Bezirk 313.000 Mitglieder.
Ins Jahr 2011 war die IG Metall in den vier Bundesländern mit ca. 310.000 Mitgliedern gestartet. „Das ist ein großer Erfolg für die größte Gewerkschaft in Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Damit wird bestätigt, dass die IG Metall die richtigen Themen bearbeitet und die richtigen Ziele vertritt. Damit wird die Arbeit von vielen tausend engagierten Metallerinnen und Metallern anerkannt," sagte IG Metall Bezirksleiter Armin Schild heute in Frankfurt.
Insbesondere bei jungen Menschen und Leiharbeitnehmern fand die IG Metall mit ihren Themen Zuspruch. Neben der Sicherheit der Arbeitsplätze und der Sicherung der Einkommen sind die Übernahme von Azubis und die Regulierung der Leiharbeit Kernthemen in den Betrieben. Schild: „Unsere Mitglieder finden es richtig und wichtig, dass diese Themen auch in der anstehenden Tarifrunde angesprochen werden."
Nazi-Terror
Rechte Gewalt: Taten und Hintergründe restlos aufklären!
Die rechtsradikale Terrorzelle aus Zwickau versetzt Politik und Öffentlichkeit in Aufregung. Die IG Metall hat schon Anfang der 90er Jahre vor möglichem Terror aus dem rechtsradikalen Neonazi-Milieu gewarnt. Es ist auch dem Engagement der IG Metall zu verdanken, dass die rechte Szene heute in Jena kaum noch eine Rolle spielt.
Frankfurt / Jena / Saalfeld. Für Armin Schild ist die dem "Kommissar Zufall" zuzuschreibende Enttarnung der rechtsradikalen Terrorzelle aus Zwickau kein Rechtsterrorismus neuer Qualität, wie es Politiker formulieren. Der Bezirksleiter des IG Metall-Bezirk Frankfurt (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen) sieht es als Ergebnis einer Entwicklung, die mit der Wende begonnen hat. "Die Neonazis haben die damalige Unsicherheit und das Chaos gezielt genutzt um in den neuen Bundesländern rechte Strukturen aufzubauen."
Bundesweite Aktion
Ford Saarlouis setzt Zeichen gegen Rassismus und für mehr Respekt
Ford-Werk in Saarlouis gehört seit Freitag, dem 21. Oktober 2011, zu den Teilnehmern der bundesweiten Aktion "Respekt". Die Aktion engagiert sich für Werte wie Respekt und Toleranz. Unterstützung gibt es nicht nur von Ford, sondern auch von Prominenten aus Medien und Sport sowie der IG Metall.
Die Jugendvertretung des Ford-Werks hatte angeregt, als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Sexismus, Homophobie und Intoleranz gut sichtbare Schilder mit der Aufschrift "Respekt! - Kein Platz für Rassismus" an den Eingangstüren der Ford-Ausbildungswerkstätten anzubringen.
Das Werk Saarlouis ist mit über 6.500 Mitarbeitern und weiteren 2.000 Beschäftigten im benachbarten Industriepark der größte Arbeitgeber im kleinsten Flächen-Bundesland und das Stammwerk für den Ford Focus.











