08.05.2012 |

Fast 10.000 Warnstreikende vor den Werkstoren bei Opel

"Wer den Astra verlagern will, verlagert auch den sozialen Frieden"

Warnstreik bei Opel in Rüsselsheim am 8. Mai 2012
Foto: IG Metall

8.000 Beschäftigte in Rüsselsheim und 1.700 Beschäftigte in Kaiserslautern folgten am späten Dienstagvormittag dem Warnstreikaufruf der IG Metall und demonstrierten für 6,5 Prozent mehr Lohn und gegen die geplante Verlagerung des Opel Astra.

Vor mehr als 8.000 Warnstreikenden bei Opel in Rüsselheim forderte IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild das Management auf, endlich ein tragfähiges Unternehmenskonzept vorzulegen.

In Kaiserslautern forderte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Mitglied des Vorstands der IG Metall, die Arbeitgeber auf, in den Tarifverhandlungen endlich "ein tatsächlich verhandlungsfähiges Angebot" vorzulegen.

Die IG Metall wird gemeinsam mit den Beschäftigten von Opel für die Zukunft aller Standorte kämpfen. Es kommt einer Kampfansage an die IG Metall gleich, wenn der Astra verlagert wird: "Wer den Astra verlagern will, verlagert auch den sozialen Frieden", so Bezirksleiter Armin Schild.

Medieninformation der IG Metall zur geplanten Verlagerung des Opel Astra

Medieninformation der IG Metall zu Warnstreik und Verlagerung bei Opel

Rede von IG Metall Bezirksleiter Armin Schild in Rüsselsheim

28.03.2012 |

Teka Küchentechnik GmbH

Entschlossen zu kämpfen

Seit zwei Wochen kämpfen die Beschäftigten der Haiger Teka Küchentechnik GmbH für den Erhalt des Standortes und der rund 200 Arbeitsplätze. Am Donnerstag wird die komplette Belegschaft anläßlich der zweiten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in Darmstadt den Arbeitgeberverbänden einen Besuch abstatten. Bisher verweigerte sich das Verbandspersonal beharrlich an den Gesprächen zur Rettung des eignen Mitgliedsunternehmen teilzunehmen.
Aber die Teka-Beschäftigten in Sechshelden wollen sich nicht einfach zum Opfer einer undurchsichtigen „spanischen Affäre“ machen lassen, die der spanische Anteilseigner offenbar mit dem Unternehmen treibt. . „Es gibt keinen wirtschaftlichen Grund die Zukunft des Unternehmens und der Beschäftigten zu zerstören“, sagt der 1. Bevollmächtigter der IG Metall Herborn, Hans-Peter Wieth. „Offensichtlich sollten die hochproduktiven Arbeitsplätze in Sechshelden nur aus politischen Gründen nach Spanien verlagert werden."

Mehr bei der Verwaltungsstelle Herborn

23.01.2012 |

824 Arbeitsplätze bleiben nach Insolvenz erhalten

Schwarzer Tag für Offenbach

Foto: Frank Rumpenhorst
Foto: Frank Rumpenhorst

Offenbach/Frankfurt. In einer emotionalen und aufgewühlten Betriebsversammlung hat Insolvenzverwalter Werner Schneider weitere Details zum geplanten Stellenabbau bekannt geben. Am Standort Offenbach sollen nach ersten Gesprächen etwa 824 Arbeitsplätze erhalten bleiben. 

Marita Weber, Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Offenbach, appellierte an alle Beteiligten, sich aktiv an der notwendigen Restrukturierung und dem Neuanfang des Unternehmens zu beteiligen. Seit Tagen habe sich leider abgezeichnet, dass Offenbach mit einem drastischen Stellenabbau konfrontiert werde. Dennoch sei es ein kleiner Lichtblick, dass der Standort in Offenbach erhalten bleibe und ab 1. Februar 2012 in einem eigenständigen Unternehmen weitergeführt werde.

13.01.2012 |

Neuer Betriebsratsvorsitzender bei Opel

IG Metall gratuliert Wolfgang Schäfer-Klug zur Wahl

Die IG Metall im Bezirk Frankfurt gratuliert dem neuen Betriebsratsvorsitzenden von Opel in Rüsselsheim, Wolfgang Schäfer-Klug, zu seiner Wahl. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild erklärte: „Seit über zehn Jahren ist Wolfgang Schäfer-Klug an allen wichtigen Entscheidungen bei Opel beteiligt. Dies ist eine gute Voraussetzung für seine Arbeit im Betriebsratsgremium und gegenüber dem Management. Damit hat die Mitbestimmung bei Opel weiterhin ein Gesicht. Die IG Metall wird mit ihm als neuem Betriebsratsvorsitzenden mit aller Kraft für die Zukunft des Unternehmens Opel und der Menschen, die bei Opel beschäftigt sind, eintreten."

13.01.2012 |

Rund 1000 demonstrieren vor der Staatskanzlei und vor dem Wirtschaftsministerium

Roländer demonstrieren in Wiesbaden

Demonstration in Wiesbaden
Foto: Frank Rumpenhorst

Beim Aktionstag in Wiesbaden haben am Freitag rund 1000 Roländer vor der hessischen Staatskanzlei und dem Wirtschaftsministerium deutlich gemacht, dass sie ein stärkeres Engagement der Landesregierung erwarten. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild warf der Landesregierung vor, sich lieber für eine Börsenfusion in New York zu engagieren als für die Beschäftigten und ihre Familien in Offenbach. „Man wagt kaum davon zu träumen, dass sich der hessische Ministerpräsident persönlich für das Schicksal von 1900 Familien, die Zukunft der Region Offenbach und den Erhalt des wichtigsten Industriebetriebes in dieser Region interessieren könnte."

28.11.2011 |

Insolvenz von manroland

IG Metall führt Gespräche mit Wirtschaftsminister

Logo von manroland

IG Metall und Betriebsrat von manroland werden am Dienstag mit dem hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch zusammentreffen, um Gespräche über die Zukunft des insolventen Druckmaschinenherstellers zu führen. Am Standort in Offenbach sind etwa 1.900 Beschäftigte von der Insolvenz betroffen. Die IG Metall will mit der hessischen Landesregierung prüfen, inwieweit das Land auch Landesbürgschaften für manroland bereit stellen kann. An dem Gespräch, das am Dienstagvormittag in Wiesbaden stattfindet, nehmen unter anderem die Betriebsratsvorsitzende Alexandra Rossel, die Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Offenbach, Marita Weber, das Aufsichtsratsmitglied Peter Wich und Bezirksleiter Armin Schild teil.

„Wir fordern von den Anteilseignern, der Politik in Hessen und auf Bundesebene sowie vom Insolvenzverwalter ein Konzept, das Beschäftigungsperspektiven für möglichst alle manroland-Beschäftigten bietet. Wir sehen drei Optionen für manroland", sagte Bezirksleiter Schild. „Erstens, ein Fortführungskonzept aus der Insolvenz heraus, das aus Sicht der IG Metall verbunden werden muss, mit einem industriepolitischen Konzept für die gesamte Druckmaschinenbranche. Zweitens wir sichern über eine Transfergesellschaft den manroland-Beschäftigten zu, dass kein Arbeitsverhältnis ohne Anschlussperspektive beendet wird. Drittens: Es werden schnellstmöglich ein oder mehrere neue Investoren für Offenbach gefunden."

22.11.2011 |

Pressestatement von Armin Schild zur heutigen Erklärung von Klaus Franz

Ein Leuchtturm gelebter Mitbestimmung verlässt die aktive Bühne

Foto: Volker Beck

Mit dem bevorstehenden Wechsel von Klaus Franz in die Ruhephase der Altersteilzeit verlässt einer der Leuchttürme gelebter Mitbestimmung die aktive Bühne. Besonders in der Phase der Rettung von Opel in den Jahren 2008 und 2009 war Klaus Franz für die Beschäftigten bei Opel und darüber hinaus für viele Menschen in Deutschland der tatkräftige Beweis, dass eine starke Interessenvertretung der Beschäftigten unverzichtbar ist. Ohne ihn würde Opel heute wohl nicht mehr existieren, in der Krise war Klaus Franz als Arbeitnehmervertreter das "Gesicht von Opel".

Auf der Grundlage der Verträge, die er in diesem Zusammenhang wesentlich gestaltet und durchgesetzt hat, wird es nun die Aufgabe der IG-Metall Betriebsräte, Vertrauensleute und der Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat sein, eine gute Zukunft für Opel, für die Menschen, das Unternehmen und die Marke zu gestalten. Dabei wird er fehlen. Aber die IG Metall und ihre Betriebsräte bei Opel sind gut aufgestellt. Erfahrene und kompetente Weggefährten von Klaus Franz werden an seine Stelle treten.

Klaus Franz ist seit seinem ersten Tag bei Opel, seit 1975, Mitglied der IG Metall. Als Mitglied der Tarif- und Verhandlungskommission für den IG Metall Bezirk Frankfurt und in vielen anderen Funktionen hat sich sein Engagement nie auf die Interessenvertretung für den Standort Rüsselsheim oder die deutschen Opel Standorte beschränkt. Frühzeitig setzte Klaus Franz sich für eine europäisch koordinierte Zusammenarbeit der Arbeitnehmer und ihrer Interessenvertretungen ein und setzte auch mit der wesentlich von ihm vorbereiteten Bildung des Europäischen Arbeitnehmerforums Maßstäbe.

02.12.2011 |

Betriebsrat der Adam Opel AG

Erklärung zu den Vorwürfen gegen Klaus Franz

Der Betriebsrat der Adam Opel AG wehrt sich in einer Erklärung gegen die Pressekampagne, die Klaus Franz und den gesamten Betriebsrat der Adam Opel AG durch falsche Behauptungen in den Schmutz zu ziehen versucht. Insbesondere die Rolle der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wird kritisch hinterfragt.

Der Betriebsrat stellt in seiner Erklärung unter anderem fest:

  • Das Entlohnungssystem hat nicht der Betriebsrat, sondern die Personalabteilung bzw. die Tarifparteien verantwortet
  • Es gibt keine rechtswidrigen Lohnzuschläge
  • Klaus Franz als Betriebsratsvorsitzender war nicht mit der Vergütung als Person betraut

Die Erklärung wurde in Abwesenheit von Klaus Franz verabschiedet.

Erste Ausgabe

Conti-Metall-Info

Erste Ausgabe der Conti-Metall-Info, eine Zeitung der Conti-Betriebsräte und der IG Metall.

Einige Themen dieser Ausgabe:

  • Eine verzweigte Gruppe
    Drei Unternehmen – Continental Automotive, Continental Teves und Continental Temic, die in den drei Geschäftsbereichen (Divi- sions) Chassis & Safety, Interior und Powertrain entwickeln und produzieren: Das ist der Automotive Bereich mit 23 Standorten und rund 28 000 Beschäftigten in Deutschland.
  • Gute Arbeit – ein Arbeitsleben lang
    Vom Start in den Beruf mit der Ausbildung bis zum Übergang in die Rente prägt das Arbeitsleben den Alltag. Wie die Arbeit und die Arbeitsplätze gestaltet werden, wirkt sich entscheidend auf die Lebensbedingungen und das gesellschaftliche Miteinander aus. Deshalb machen viele Faktoren »Gute Arbeit« aus.  
  • Conti-Vorstand »will Mitarbeiter zukünftig in den Mittelpunkt stellen«
    Das zählt: gute Arbeit,
    sichere Arbeitsplätze,
    Zukunftsperspektiven
  • Betriebsrätekonferenz entwickelt Aktionsprogramm
    Unser Ziel heisst: »Gute Arbeit 2020«
    Es gibt keine klaren Aus- sagen über die Planun- gen. Statt dessen die Ankündigung von Pro- jekten und die Botschaft »der Mitarbeiter steht im Mittelpunkt«. Doch vor Ort ist positive Verände- rung nicht zu spüren. Das Aktionsprogramm »Gute Arbeit 2020« soll Bewe- gung bringen.

Streik bei KBA-Frankenthal

Druck der Beschäftigten führt zum Erfolg

Nach sechswöchigem Streik und einem zwölfstündigen Verhandlungsmarathon ist in der Tarifauseinandersetzung zwischen der IG Metall und dem Vorstand des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer am frühen Mittwochmorgen in Frankfurt ein Verhandlungsergebnis erzielt worden. 

Das Verhandlungsergebnis wurde durch die Tarifkommission mit großer Mehrheit angenommen. Der Ergänzungstarifvertrag für die rund 650 Beschäftigten am pfälzischen Standort in Frankenthal sieht eine Beschäftigungs- und Standortsicherung vor. 

Hier einige wesentliche Eckpunkte der Vereinbarung:
1. Die Tarifvertragsparteien verpflichten sich eine nachhaltige Standortperspektive zu entwickeln, um Arbeitsplätze zu sichern.
2. Es werden am Standort zwei Gesellschaften gegründet: eine Fertigungs-GmbH mit 307 Beschäftigten und eine Technik-GmbH mit 250 Beschäftigten. Beide Unternehmen sind tarifgebunden.
3. Dem Standort mit den jeweiligen GmbHs wird für fünf Jahre eine operative Einheit mit Personal entsprechend der Auslastung garantiert. Betriebsbedingte Kündigungen werden weitestgehend für die nächsten 24 Monate ausgeschlossen. Wegen der dauerhaften Unterauslastung werden jedoch 90 Stellen abgebaut. Hierzu wurden besondere Abfindungsregelungen vereinbart.
4. Der Bereich Falzapparatemontage wird in drei Schritten innerhalb der nächsten 48 Monate nach Würzburg verlagert.

Ausbau der Fertigung

VW Baunatal übernimmt 780 Leiharbeitnehmer

Die gute Konjunktur sorgt bei VW für neue Dauerarbeitsplätze. Im Werk Baunatal soll die Fertigung ausgebaut werden. Dadurch erhalten jetzt 780 Leiharbeiter einen festen Arbeitsvertrag. Im VW-Werk Baunatal werden die Fahrzeuggetriebe für den gesamten Konzern gebaut. 2010 wurden dort rund 3,5 Millionen Getriebe ausgeliefert. In diesem Jahr werden es voraussichtlich fast 3,9 Millionen sein. Schon seit längerem werden deshalb hier Zusatzschichten gefahren. Die Belegschaft muss häufig länger als die vereinbarten 35 Stunden in der Woche arbeiten. Zudem wird ein neues Logistikzentrum gebaut und die Produktion des VW-Elektromotors vorbereitet, der von 2013 an ausgeliefert werden soll. Deshalb engagiert sich der Betriebsrat für die Übernahme der Leiharbeiter in Festanstellung.

Zukunfts- und Beschäftigungssicherungsvertrag bei Johnson Controls

IG Metall und Betriebsrat sorgen für Zukunft und faire Arbeit

Die IG Metall Herborn hat einen Zukunfts- und Beschäftigungssicherungsvertrages beim Automobilzulieferer Johnson Controls in Dautphetal-Friedensdorf abgeschlossen. Johnson Controls gehört zu den weltgrößten Automobilzulieferunternehmen.
Eckpunkte der Vereinbarung sind Investitionen in den Standort, ein Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen bis zum 31.12.2015, sowie ein weiterer Beschäftigungsaufbau und der weitere Abbau von Leiharbeit. Außerdem wird die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten massiv und besonders gefördert, und die eigene Ausbildung ausgebaut.

 

Kein Platz für Rassismus

Startschuß für Respekt!

Mit einer Auftaktveranstaltung hat die IG Metall die Kooperation mit der Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus" gestartet. Die Initiative macht sich seit einem Jahr stark für einen respektvollen Umgang miteinander, in dem Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben. Mit der IG Metall geht die Initiative in eine neue Runde und setzt sich für mehr Respekt in den Betrieben ein.

Harman/Becker Wörth-Schaidt

Beharrlichkeit zahlt sich aus

Bild zum Thema Betrieb

Große Erleichterung bei den 670 Beschäftigten des Automobilzulieferers Harman/ Becker in Wörth-Schaidt: Nach einer langen und harten Auseinandersetzung können die Kolleginnen und Kollegen endlich aufatmen. Ihr Standort bis mindestens 2016 gesichert.

Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung steht

Keiper: Erfolgreiche Verhandlungen

Am 11. März 2011 hat die Verhandlungskommission der IG Metall mit der Geschäftsführung von KEIPER nach monatelangen Verhandlungen ein Ergebnis erzielt. 

Die zentralen Forderungen der IG Metall und der Beschäftigten:

  • Kein Arbeitsplatzabbau und keine Produktverlagerungen aufgrund des Verkaufs
  • mehrjährige Standort- und Beschäftigungssicherung
  • Sicherung aller tariflichen Standards
  • Beibehaltung der betrieblichen Mitbestimmung

Diese konnten weitgehend durchgesetzt werden. Ein Erfolg der Beschäftigten, die an drei Standorten durch ihre Aktionen Druck ausgeübt und so die Arbeitgeberseite an den Verhandlungstisch gebracht haben.

780 Festeinstellungen

VW gibt richtiges Signal an das Werk und die Region

Volkswagen wird noch in diesem Jahr im Werk Kassel 780 Leiharbeiternehmer in eine Festanstellung übernehmen. Das haben Betriebsrat und Geschäftsleitung vereinbart. Insgesamt wird der Automobilhersteller an seinen inländischen Standorten insgesamt 2200 Leiharbeitnehmer übernehmen. Der Baunataler Betriebsratsvorsitzende Jürgen Stumpf wertete die Vereinbarung als richtiges Signal an die Belegschaft und an die gesamte Region. Stumpf: "Mit 780 Übernahmen bekommen 780 Familien eine dauerhafte Perspektive und es entsteht 780mal nachhaltige Kaufkraft für die Region."

Über 20 Gerichtsverfahren und Zwangsvollstreckung reichten dazu nicht aus

Erst 4 Insolvenzanträge sichern Lohn der Beschäftigten

Seit September 2010 warten Beschäftigte von vier Firmen in Schwallungen auf Lohn und Gehalt. Viele von ihnen sind Mitglied der IG Metall. In über 20 arbeitsgerichtlichen Verfahren wurde bestätigt, was auch so jeder Mensch weiß: Wer arbeitet hat dafür auch Anspruch auf sein Entgelt.

Der Unternehmer und Geschäftsführer sah bis Ende Februar 2011 keine Notwendigkeit, die ausstehenden Ansprüche seiner Beschäftigten zu begleichen. Dass zwischenzeitlich Zoll und Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahmen und Zwangsvollstreckungen eingeleitet wurden, änderte nichts daran, dass den Beschäftigten das ihnen zustehende Einkommen fehlt. Der Unternehmer scheint verschwunden. Er nahm an keiner einzigen Gerichtsverhandlung teil und äußerte sich nicht zu den Forderungen. Es gehört zu den gesetzlichen Verpflichtungen eines Geschäftsführers, bei Zahlungsunfähigkeit selbst einen Insolvenzantrag zu stellen. Aber der blieb bisher aus.

Delphi Langenlonsheim

Kundgebung: Personalabbau durch Salamitaktik

Rund 500 Beschäftigte des Autozulieferes Delphi in Langenlonsheim und Gewerkschafter aus der Region haben vor dem Werk protestiert. Die Produktion von Sitzschaltern soll nach Mexiko verlagert werden. 400 der einst 900 Arbeitsplätze sind bereits abgebaut worden. Als Redner sprachen unter anderem IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. Der Betriebsratsvorsitzende Reinhold Schug bringt die Abbaupläne auf einen Nenner: "500 Arbeitsplätze abgebaut, die Ausbildung wird eingestellt - hier ist eine Standortschließung im Gange!"
Die IG Metall wird weiter um den Standort kämpfen und eine Komplettschließung verhindern. Für die nächsten Wochen sind weitere Aktionen geplant.

IG Metall und Volkswagen erzielen Tarifkompromiss

Tarifergebnis bei Volkswagen

Die rund 14.000 Beschäftigten bei VW in Baunatal bekommen zum 1. Mai diesen Jahres 3,2 Prozent mehr Geld. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten für die Monate Februar bis einschließlich April 1 Prozent ihres Jahresentgeltes - mindestens jedoch 500 Euro - ausgezahlt. Der Mindestbetrag für Auszubildende beträgt 200 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten und endet zum 31. Mai 2012.

 

Nach dem BAG Urteil

IG Metall: Leiharbeitnehmer müssen jetzt Stammbelegschaften gleichgestellt werden

Die IG Metall im Bezirk Frankfurt fordert nach dem Urteil des BAG zur Tarifunfähigkeit des CGZP alle Arbeitgeber in den Entleihfirmen auf, unverzüglich Leiharbeitnehmer und Stammbelegschaft gleichzustellen.
IG Metall Bezirksleiter Armin Schild erklärte: „Der Spuk des Tarifdumping im scheinchristlichen Gewand ist vorbei. Wir bestehen auf gleiche Arbeits- und Einkommensbedingungen in den Entleihbetrieben. Darin hat uns das Urteil des BAG eindeutig bestärkt."
"Die Bezahlung nach dem BZA und IGZ Tarifvertrag ist für uns nur in entleihfreien Zeiten und in Betrieben oder Branchen ohne Equal Pay Vereinbarung richtig." Grundlage für solche Equal Pay Vereinbarungen sei § 7.1 des Entgelt-Tarifvertrages BZA und § 4 desselben Vertrages bei iGZ. Dort ist ausdrücklich die Möglichkeit eröffnet, dreiseitige Equal Pay Vereinbarungen in den Entleihbetrieben und Branchen abschließen zu können.
Schild erklärte: "Nur mit der IG Metall als Vertragspartner sind die Unternehmen auch juristisch auf der sicheren Seite.“ In annähernd 100 Betrieben im Bezirk seien bereits solche Besservereinbarungen erreicht worden.

Einsatz von IG Metall und Betriebsrat hat sich gelohnt

500 Leiharbeitnehmer bei Ford übernommen

Auf der Betriebsversammlung des Ford Werkes Saarlouis am 4. Oktober 2010 zeigten über 3.000 IG Metaller/innen der Geschäftsleitung die "Rote Karte". Sie forderten gemeinsam mit dem IG Metall -Betriebsrat und dem Vertrauenskörper die Ford-Verantwortlichen dazu auf, alle Leiharbeitnehmer in einen festen Arbeitsvertrag bei Ford zu übernehmen. Das zeigte Wirkung. Rd. 500 Leihbeschäftigte erhielten inzwischen einen Arbeitsvertrag bei Ford - und zwar unbefristet. "Das ist eine wirklich gute Nachricht für unsere Leihbeschäftigten. Wir haben gekämpft und gewonnen", kommentiert Betriebsratsvorsitzender Gilbert Hess den Erfolg. "Trotz der Konzernregelung über gleiches Entgelt für gleiche Arbeit war unser erklärtes Ziel immer die Übernahme - der Kampf hierfür hat sich gelohnt", stellt Robert Hiry, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Völklingen fest. Bereits in 2006/2007 und 2008 konnten Übernahmen in ähnlicher Größenordnung bei Ford durchgesetzt werden.

Ergebnisse im Bezirk Frankfurt

IG Metall legt bei Betriebsratswahlen deutlich zu

Im Vergleich zu den letzten Betriebsratswahlen 2010 konnte die IG Metall im Bezirk Frankfurt (zuständig für die Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) sowohl bei der Wahlbeteiligung als auch bei den Betriebsratsmandaten zulegen. So stieg die Wahlbeteiligung unter den insgesamt 400.000 Beschäftigten auf 75,04 % gegenüber 74,7 % in 2006. Die IG Metall stellt 73% der Betriebsräte. Insgesamt haben sich 1.510 Betriebe an den Betriebsratswahlen 2010 beteiligt. Die deutlich höhere Wahlbeteiligung zeige die Bedeutung der Interessenvertretung durch Betriebsräte, sagte Bezirksleiter Armin Schild. "Dies ist ein unübersehbares Indiz dafür, dass die Menschen die Arbeit der IG Metall und ihrer Betriebsräte honorieren. Solche Zustimmung kann nur erreichen, wer ebenso entschieden wie erfolgreich gegen Entlassungen eintritt und für soziale Gerechtigkeit und Demokratie, die nicht am Werkstor halt macht," so Schild. Die Arbeitnehmer hätten sich für eine starke Gewerkschaft entschieden. Andere Gewerkschaften, wie CGM (Christliche Gewerkschaft Metall) und AUB (Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger) blieben unter einem Prozent in den Betrieben. Bemerkenswert ist, dass 38% der Betriebsräte neu gewählt wurden. 85% der Betriebsratsvorsitzenden sind IG Metall Mitglieder.

Die Ergebnisse der Betriebsratswahlen im Bezirk Frankfurt finden Sie im folgenden Foliensatz.

Tarifrunde 2012

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Bild zum Thema Die Kampagnen der IG Metall (Link auf igmetall.de)

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