Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie
120.000 machen Druck in den Betrieben




Seit Beginn der Warnstreiks zeigen die Kolleginnen und Kollegen in der Metall- und Elektroindustrie ihren Arbeitgebern, was sie von deren Blockade halten. Bisher legten rund 120.000 im Saarland, Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz zeitweise die Arbeit nieder.
In der dritten Woche der Warnstreiks lag ein besonderer Schwerpunkt auf Demonstrationen und kreativen Aktionen vor Werkstoren und auf Marktplätzen.
Mehr Informationen in unseren Pressemitteilungen zu den Warnstreiks vom 14. Mai, 15. Mai und 16. Mai.
Sonderseite des Bezirks zur Tarifrunde 2012
Tarifkonflikt Metall- und Elektroindustrie
Warnstreiktag in Nordhessen: Tausende trotzen Arbeitgeberwetter


Der 15. Mai in Kassel war von 10:30 bis 13 Uhr komplett in der Hand der IG Metall: In über 20 Betrieben folgten die Beschäftigten dem Warnstreikaufruf und legten die Arbeit nieder. Trotz ungemütlichen "Arbeitgeberwetters" machten die MetallerInnen klar, dass die Tarifrunde keine Schönwetterveranstaltung ist.
Mit dabei waren viele Betriebe aus den Regionen Nordhessens, unter ihnen viele Jugend- und AuszubildendenvertreterInnen und Auszubildende. Ihre Jugendforderung nach der unbefristeten Übernahme wurde laut und stark in der Öffentlichkeit platziert und insbesondere in der Rede vom Jugendvertreter Alazar Measho von Volkswagen unterstützt. Jugendsekretär Javier Pato Otero zeigte sich zufrieden: "Alles in allem eine sehr erfolgreiche Veranstaltung für die Jugendlichen und für unsere Verwaltungsstelle Nordhessen: Über 3.500 Kolleginnen und Kollegen trotz Wind und Regen auf der Straße – das ist ein starkes Zeichen."
Weitere 4.500 Beschäftigte aus dem VW-Werk Kassel nahmen zeitgleich an einer einstündigen Informationsveranstaltung ihres Betriebsrats teil (Flugblatt zur Tarifrunde bei VW).
Videos vom Warnstreiktag in Nordhessen:
http://www.youtube.com/watch?v=qU3U_WvcUrU&feature=youtu.be
http://www.youtube.com/watch?v=JkrIG3bmMSc&feature=youtu.be
Tarifkonflikt Metall- und Elektroindustrie
Mehr als 100.000 Warnstreikende im Bezirk



Mehr als 100.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie sind seit Ende der Friedenspflicht Ende April bisher dem Aufruf der IG Metall gefolgt. In dieser Woche liegt der Schwerpunkt der Warnstreikaktionen bei mehreren Kundgebungen vor Werktoren und auf Marktplätzen. So fanden Großkundgebungen in Koblenz, Kirchheimbolanden, Kassel und Kaiserslautern statt. Weitere Aktionen sind in Wörth und Völklingen und Frankenthal geplant.
Fast 10.000 Warnstreikende vor den Werkstoren bei Opel
"Wer den Astra verlagern will, verlagert auch den sozialen Frieden"
8.000 Beschäftigte in Rüsselsheim und 1.700 Beschäftigte in Kaiserslautern folgten am späten Dienstagvormittag dem Warnstreikaufruf der IG Metall und demonstrierten für 6,5 Prozent mehr Lohn und gegen die geplante Verlagerung des Opel Astra.
Vor mehr als 8.000 Warnstreikenden bei Opel in Rüsselheim forderte IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild das Management auf, endlich ein tragfähiges Unternehmenskonzept vorzulegen.
In Kaiserslautern forderte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Mitglied des Vorstands der IG Metall, die Arbeitgeber auf, in den Tarifverhandlungen endlich "ein tatsächlich verhandlungsfähiges Angebot" vorzulegen.
Die IG Metall wird gemeinsam mit den Beschäftigten von Opel für die Zukunft aller Standorte kämpfen. Es kommt einer Kampfansage an die IG Metall gleich, wenn der Astra verlagert wird: "Wer den Astra verlagern will, verlagert auch den sozialen Frieden", so Bezirksleiter Armin Schild.
Medieninformation der IG Metall zur geplanten Verlagerung des Opel Astra
Medieninformation der IG Metall zu Warnstreik und Verlagerung bei Opel
Rede von IG Metall Bezirksleiter Armin Schild in Rüsselsheim
Breite Unterstützung für die Tarifforderungen der IG Metall im Bezirk
Erste Warnstreikwoche: 45.000 legen die Arbeit nieder



Die erste Warnstreikwoche war ein voller Erfolg für die IG Metall im Bezirk Frankfurt. 45.000 Metaller aus 200 Betrieben in Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland legten seit dem Ende der Friedenspflicht am 29. April die Arbeit nieder. In zahlreichen Demonstrationen und Aktionen haben sie gezeigt, dass sie fest hinter den Forderungen der IG Metall stehen:
- Mitbestimmung bei Leiharbeit
- Unbefristete Übernahme von Auszubildenden
- 6,5 Prozent mehr Geld
Das Signal der Beschäftigten an die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie ist deutlich: was ihr uns als "Angebot" verkaufen wollt ist eine Frechheit!
Dazu IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild: "Beim Geld zu wenig, bei Leiharbeit und Übernahme nichts, stattdessen Gegenforderungen, das ist eine gezielte Provokation".
Für den Fall, dass die Arbeitgeber bei der 4. Verhandlung morgen in Zweibrücken kein verhandelbares Angebot für alle drei Forderungen vorlegen, bereitet sich der Bezirk auf die Urabstimmung für einen unbefristeten Streik vor. Dieser könnte bereits anfang Juni beginnen.
Auch am heutigen Dienstag und am morgigen Verhandlungstag werden die Beschäftigten wieder mit Warnstreiks druck machen. In Homburg/Saar versammeln sich die Warnstreikenden morgen gegen 11 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz.
Warnstreikaktionen: die Jugend zeigt sich Kampfbereit
Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie
Warnstreiks ausgeweitet: 14.750 legen die Arbeit nieder
Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie haben ihre Warnstreiks im Bezirk Frankfurt ausgeweitet. Heute legten 14.750 Beschäftigte in 76 Betrieben in Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zeitweise die Arbeit nieder. Weitere Warnstreiks sind für den Abend angekündigt.
Der Schwerpunkt der heutigen Warnstreiks lag im Saarland, wo sich bis zum Nachmittag 6.100 Beschäftigte an den Aktionen der IG Metall beteiligten, darunter 5000 bei Ford in Saarlouis. In Hessen beteiligten sich bis zum Nachmittag 4.650 Beschäftigte, in Rheinland-Pfalz 2.800, in Thüringen 1200. Die Carl-Zeiss Betriebe in Jena brachten ihren Unmut über das unverschämte "Angebot" der Arbeitgeber durch eine Demonstration auf der Carl-Zeiss-Promenade zum Ausdruck.
Auch morgen wird es wieder Warnstreiks in allen vier Bundesländern geben.
Weitere Warnstreiks
Über 6.300 Beschäftigte legten die Arbeit nieder
Mehr als 6.300 Beschäftigte in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen haben sich am 30. April und 2. Mai an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt. Schwerpunkte waren dabei das Daimler-LKW-Werk in Wörth am 30. April mit 2.500 Beschäftigten, bei Daimler in Kassel am 2. Mai mit 750 Beschäftigten, in der Verwaltungsstelle Bad Kreuznach mit mehr als 700 Beschäftigten (u.a. bei ZF Friedirgshafen, KHS und Delphi) und bei Conti Teves in Frankfurt mit 500 Beschäftigten. Allein am heutigen Mittwoch hatten rund 3.000 Beschäftigte zeitweise die Arbeit niedergelegt. Am Donnerstag sind Warnstreikschwerpunkte im Saarland und in Hessen zu erwarten.
Über weitere Warnstreikaktionen informieren wir täglich.
Beschäftigte bei ThyssenKrupp Rasselstein legten die Arbeit nieder
Erste Warnstreikwelle hat begonnen

Die erste Warnstreikwelle im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie ist in der Nacht zum Sonntag auch im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) angerollt. Unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht zum 29. April, 00:00 Uhr) haben 400 Metallerinnen und Metaller bei Thyssen Krupp Rasselstein in Andernach die Arbeit nieder gelegt. Unterstützt wurden sie von weiteren 100 Kolleginnen und Kollegen aus den benachbarten Betrieben.
Bereits vor Ende der Friedenspflicht hatten mehr als 12.000 Menschen in verschiedenen Auftaktveranstaltungen in den vier Bundesländern des Bezirks ihren Protest gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber geäußert. „Die hohe Beteiligung zeigt die Enttäuschung über das mickrige Angebot der Arbeitgeber und die Entschlossenheit in den Belegschaften, für die Forderungen der IG Metall einzutreten. „Beim Geld zu wenig, bei Leiharbeit und Übernahme nichts, stattdessen Gegenforderungen, das ist eine gezielte Provokation“, sagte IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild.
Schild: „Wir werden nun mit Warnstreiks in dieser Woche den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Nur so besteht noch eine Chance auf eine Lösung zu den drei Forderungselementen der IG Metall ohne Arbeitskampf. Da die Arbeitgeber die deutlichen Signale der Beschäftigten entweder nicht wahrnehmen oder nicht respektieren, bleibt keine andere Wahl.“
1. Mai 2012 - Rede von Bezirksleiter Armin Schild in Kassel
Die Tarifrunde ist ein Symbolkonflikt für Europa
Am 1. Mai stellt IG Metall Bezirksleiter Armin Schild in Kassel klar, dass es bei der aktuellen Tarifauseinandersetzung um mehr geht, als die Arbeitsbedingungen in der deutschen Metall- und Elektroindustrie: "Der Tarifkonflikt der Metallindustrie ist auch ein Symbolkonflikt für Europa.
Es geht auch darum in der wirtschaftsstärksten Branche Europas ein Zeichen zu setzen für mehr Ordnung am Arbeitsmarkt und mehr soziale Gerechtigkeit, wenn es sein muss auch durch einen Arbeitskampf."
Armin Schild weiter:
"Wann, wenn nicht jetzt und wo, wenn nicht in der deutschen Metallindustrie, sollen den die Löhne steigen und soziale Sicherheit verbessert werden?
Es geht um mehr als Lohnprozente."
Tagesschau.de Bericht zum 1. Mai 2012
hr-online zum 1. Mai 2012 in Hessen
SWR über 1.Mai 2012 in Rheinland-Pfalz
Zukunft statt brauner Sprüche! Gemeinsam gegen die Trittbrettfahrer der NPD
Teka-Beschäftigte wehren sich gegen NPD-Vereinnahmung
Ein Aufruf der Beschäftigten von TEKA Küchentechnik:
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit Entsetzen und Wut mussten wir erfahren, dass die NPD Lahn-Dill unser Motto „Teka muss bleiben“ jetzt für ihre eigenen niederen Ziele missbraucht. Unter dem Vorwand unserer Auseinandersetzung um Zukunft und Sicherheit rufen die braunen Trittbrettfahrer am kommenden Samstag zu einer Kundgebung in Haiger auf. Dagegen verwahren wir uns mit aller Entschiedenheit! Auf diese braune „Unterstützung“ verzichten wir! Neonazi-Hände weg von Teka – Teka gehört uns!
Wir erklären hiermit ausdrücklich: Die NPD und ihre Trittbrettfahrer sprechen und handeln nicht im Sinne der Teka Belegschaft. Braune Parolen und braune Gesinnung braucht kein Mensch - schon gar nicht die Teka Belegschaft. Bei Teka in Sechshelden arbeiten deutsche und ausländische Arbeitnehmer seit Jahrzehnten gut und erfolgreich zusammen. Deutsche und ausländische Arbeitnehmer kämpfen gemeinsam und solidarisch für Zukunft und Arbeit in der Region. Dieses Miteinander lassen wir uns nicht von ausländerfeindlichen und rechtsextremen Neonazis zerstören. Gegen die Propaganda und den Aufmarsch der NPD in Haiger setzen wir unsere Solidarität und unseren Widerstand. Wir sind Teka!
Wir rufen alle Beschäftigten, alle Bürgerinnen und Bürger, alle Gewerkschafter, alle Vereine, Verbände und alle Mitglieder der demokratischen Parteien zur
- Gegenkundgebung „Gemeinsam für Zukunft und gegen RECHTS“
- Samstag, den 21.04.2012
- Treffen ab 14 Uhr
- Kundgebung ab 15 Uhr
- Mahnwache vor dem Werktor der Firma Teka Küchentechnik in Haiger-Sechhelden auf.
Zeigen sie mit uns gemeinsam Gesicht und zeigen Sie wer die Beschäftigten bei Teka wirklich unterstützt. Wir laden Sie/euch herzlich ein. Von uns erfahren Sie mehr, und vor allem die Wahrheit über den aktuellen Stand unserer Auseinandersetzung um die Zukunft und Arbeitsplätze bei Teka.
Ausgeladen sind ausdrücklich alle NPD Mitglieder und Anhänger.
3. Runde der Tarifverhandlungen am 19. April in Mainz
Arbeitgeber-"Angebot": dreimal voll daneben
Das Angebot der Arbeitgeber war groß angekündigt, fiel aber ziemlich mickrig aus. Lediglich drei Prozent mehr Geld für 14 Monate bieten sie den rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland- Pfalz, dem Saarland und Thüringen an. Das sind auf zwölf Monate aber deutlich weniger als drei Prozent. Das Angebot gleicht damit nur die voraussichtliche Preissteigerungsrate aus, berücksichtigt aber in keiner Weise den wirtschaftlichen Aufschwung in der Metallindustrie. Auch sonst kam von den Arbeitgebern nur Blockade. Die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten lehnen sie genauso ab wie eine Ausweitung der Mitbestimmung bei der Leiharbeit. »Das Angebot ist eine reine Mogelpackung«, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Armin Schild nach der Verhandlung am 19. April in Mainz.
Die Wahlbeteiligung lag bei 100 Prozent
Teka-Küchentechnik: 99,39 Prozent für Streik
Mit sehr großer Mehrheit stimmten die Kolleginnen und Kollegen der TEKA-Küchentechnik Haiger für einen Arbeitskampf.
99,39 Prozent der Beschäftigten haben sich heute in einer Urabstimmung entschieden, in einem Streik aktiv für ihre Interessen und ihre Arbeitsplätze einzutreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 100 Prozent.
Weitere Informationen gibt es auf der Teka-Sondeseite auf der
Schon über 1500 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner
Aufruf: Europa neu begründen!
„Europa neu begründen" – Wissenschaftler und Gewerkschafter für ein anderes Europa und gegen die selbstzerstörerische Politik des Fiskalpakts
Das Projekt Europa steht auf der Kippe. Sozial, politisch und ökonomisch steckt die Europäische Union in einer Existenzkrise. Forciert wurde diese Krise durch neoliberale Deregulierungspolitik und gewissenlose Gier der Finanzeliten, die gegen Krisenländer spekulieren und eine finanzmarktkonforme Politik erzwingen wollen. Öffentliche Ausgaben sowie Arbeits- und Sozialeinkommen werden durch europäische Vorgaben radikal gekürzt, Lohnabhängigen, Arbeitslosen und Rentnern werden die Kosten der Bankenrettung aufgebürdet. Gleichzeitig droht irreparabler Schaden für die politische und soziale Demokratie in den Mitgliedsstaaten. Griechenland droht im Würgegriff der „Troika" aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds zu ersticken. Deshalb ist es höchste Zeit für grundlegende Veränderungen. Wenn Europa eine Zukunft haben soll als ein solidarisches und demokratisches Projekt, müssen die Weichen politisch neu gestellt werden.
Deshalb rufen Wissenschaftler und Gewerkschafter auf: „Europa neu begründen! Den Marsch in den Ruin stoppen! Die Krise durch Solidarität und Demokratie überwinden!" Sie plädieren für eine europäische soziale Bürgerbewegung, die gegen die desaströse und selbstzerstörerische Krisenpolitik und für einen radikalen Politikwechsel antritt. Ein erster Schritt auf diesem Weg muss die Ablehnung der vorliegenden Fassung des Fiskalpakts – auch durch den Deutschen Bundestag – sein.
Zu den Erstunterzeichnern gehören u. a. Detlef Wetzel, Helga Schwitzer, Armin Schild, Michael Sommer, Klaus Wiesehügel, der Öknonom Gustav Horn und der Philosoph Jürgen Habermas. Initiatorinnen des Aufrufs sind der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, das DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach, der Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel (Memorandum-Gruppe), der Sozialwissenschaftler Steffen Lehndorff und IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban.
Schutzpatron der Leiharbeitnehmer
Heiliger Prekarius geht an Ixys Semiconductor in Lampertheim

Anläßlich der zweiten Tarifverhandlung in der Metall- und Elektroindustrie in Darmstadt hat die IG Metall im Bezirk Frankfurt den Heiligen Prekarius, den Schutzpatron der Leiharbeitnehmer an das Lampertheimer Unternehmen Ixys Semiconductor verliehen.
In dem Unternehmen, das Halbleiter herstellt, besteht die Belegschaft zu 40% aus Leiharbeitnehmern. Viele von ihnen sind dort seit mehr als vier Jahren zu erheblich niedrigeren Entgelten als Stammbeschäftigte im Einsatz. IG Metall und Betriebsrat fordern seit Monaten eine Senkung der Leiharbeitsquote. Aus Sicht der IG Metall ist das ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit, Leiharbeit tariflich zu regeln. Mit der Verleihung des heiligen Prekarius soll darauf hingewiesen werden.
Teka Küchentechnik
Hunderte protestieren auf dem Marktplatz in Haiger

Viele hundert Beschäftigten von Teka, ihre Familien und Freunde, aber auch Bürger, Stadtverordnete und Mitarbeiter anderer Firmen haben am Freitag auf dem Marktplatz in Haiger gegen die geplante Schließung des Teka-Standortes demonstriert. Sie machen mit Pfeiffen und Fanfaren lautstark auf sich aufmerksam. Auf den zahlreichen Transparenten steht "Ohne uss läft naut", "Wir lassen uns nicht entsorgen", "Gemeinsam sind wir stark" und "Wir wollen Antworten". Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Herborn, Hans-Peter Wieth und Bezirksleiter Armin Schild forderten das Management auf, unverzüglich in Gespräche mit dem Betriebsrat und der IG Metall einzutreten.
"Wir sind vorsichtig optimistisch, dass so etwas wie Verhandlungsbereitschaft erkennbar sein könnte", so Hans-Peter Wieth. Es sei ein "kleines Hoffnungszeichen". Aber das Management habe das Vertrauen der Belegschaft verspielt: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht." Er sprach von einer "menschenverachtenden Borniertheit", mit der das Management der Teka-Belegschaft gegenübertrete.
Windkrafthersteller
Fuhrländer plant Stellenabbau

Der Windkrafthersteller Fuhrländer in rhienland-pfälzischen Siegerland plant zehn Prozent der 700 Stellen weltweit abzubauen. Ein Großteil soll im Siegerland erfolgen. Man werde alles unternehmen, um den Stellenabbau sozial verträglich und der Würde der Menschen entsprechend abzuwickeln, erklärte Firmenchef Joachim Fuhrländer. Die IG Metall führt derzeit Gespräche dazu mit dem Unternehmen. Als Zeichen des Neuanfangs ist Fuhrländer am Dienstag in die IG Metall eingetreten.
IG Metall kritisiert Kappung der Solar-Förderung
Rösler bringt Deutschland die Sonnenfinsternis

„Die Energiewende hat Gegenwind statt Rückendeckung“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild und kritisiert scharf die geplante Kappung der Solarförderung. Die von der Bundesregierung, auf Betreiben von Bundeswirtschaftsminister Rösler beschlossene, Reduzierung der Solarförderung, führe eine bislang hoffungsvolle Zukunftsbranche ohne Not in den Abgrund. Allein in Thüringen werden dadurch nach IG Metall-Berechnungen mehr als 5.000 Jobs gefährdet. Die von der Bundesregierung 2011 beschlossene Energiewende werde dadurch faktisch zur Makulatur.
Der Bundestag habe noch immer keinen Energiewende-Beauftragten, wie es die Ethikkommis-sion unter Klaus Töpfer empfohlen hatte. Von den notwendigen 4.500 Kilometern neuen Strom-leitungen, um den Nordsee- und Ostsee-Windstrom vom Norden nach Westen und Süden zu bringen, seien gerade mal 120 Kilometer ausgebaut. Leitungen für erneuerbaren Strom seien weder vorhanden noch in ausreichendem Maß geplant. Auch andere regenerative Energietechnologien würden eher behindert statt gefördert. Offshore-Projekte würden auf Eis gelegt, weil die Betreiber zuverlässige Rahmenbedingungen vermissen. Die Bundesregierung müsse endlich die Verantwortlichkeit für die Energiewende in einem Ministerium bündeln, fordert die IG Metall. Dies könne nicht das Wirtschaftsministerium mit Sun-Blocker Philipp Rösler an der Spitze sein. Er stehe für Sonnenfinsternis anstatt für Sonnenaufgang.
Ergebnis in der ersten Tarifverhandlung
Tarifergebnis für 14.000 Beschäftigte der saarländischen Stahlindustrie
Bereits in der ersten Tarifverhandlung hat die IG Metall und der saarländische Saarhüttenverband für die rund 14.000 Beschäftigten an der Saar, bei Edelstahl Buderus in Wetzlar und den Badischen Stahlwerken in Kehl ein Tarifergebnis erzielt. Es sieht eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 3,8 Prozent vor. Die Tariferhöhung gilt ab dem 1. März 2012, zusätzlich wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 160 Euro und für Auszubildende von 60 Euro vereinbart. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten bis zum 31.5.2013.
Weiterhin gilt ab sofort die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden. Der vor einem Jahr abgeschlossene Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit wird fortgesetzt. Dieser Tarifvertrag enthält die weitgehendste Regelung zur Mitbestimmung und Vergütung von Leiharbeit bundesweit. Die bisherige Altersteilzeitregelung gilt weiter. Ab sofort werden auf betrieblicher Ebene alternative und wertgleiche Konzepte zum Altersübergang erarbeitet.
Bundesweite Aktion
Ford Saarlouis setzt Zeichen gegen Rassismus und für mehr Respekt
Ford-Werk in Saarlouis gehört seit Freitag, dem 21. Oktober 2011, zu den Teilnehmern der bundesweiten Aktion "Respekt". Die Aktion engagiert sich für Werte wie Respekt und Toleranz. Unterstützung gibt es nicht nur von Ford, sondern auch von Prominenten aus Medien und Sport sowie der IG Metall.
Die Jugendvertretung des Ford-Werks hatte angeregt, als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Sexismus, Homophobie und Intoleranz gut sichtbare Schilder mit der Aufschrift "Respekt! - Kein Platz für Rassismus" an den Eingangstüren der Ford-Ausbildungswerkstätten anzubringen.
Das Werk Saarlouis ist mit über 6.500 Mitarbeitern und weiteren 2.000 Beschäftigten im benachbarten Industriepark der größte Arbeitgeber im kleinsten Flächen-Bundesland und das Stammwerk für den Ford Focus.










