Massiver Druck brachte Erfolg in der ersten Verhandlung
3,8 Prozent Plus
Es gibt 3,8 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 160 Euro. Die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung gilt ab sofort für alle Azubis. Der Tarifanspruch auf Altersteilzeit bleibt auch in Zukunft sicher und der Tarifvertrag Leiharbeit wird fortgeführt.
Tarifauftakt in der saarländischen Stahlindustrie
2.200 Stahlbeschäftigte machten Druck
Imposante Kulisse bei den Tarifverhandlungen für die saarländische Stahlindustrie. 2.200 Stahlbeschäftigte kamen zum Auftakt der Tarifgespräche nach Saarbrücken, um den Arbeitgeber zu zeigen, wo der Hammer hängt. Symbolisch übergaben sie IG Metall Verhandlungsführer Armin einen stahlgeschmiedeten Vorschlaghammer. Die IG Metall fordert für die rund 14.000 Beschäftigten eine Anhebung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um sieben Prozent, eine tarifliche Regelung zur unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten und die Fortsetzung des vor einem Jahr abgeschlossenen Leiharbeitstarifvertrages für die saarländische Stahlindustrie.
Verhandlungsführer und IG Metall Bezirksleiter Armin Schild sagte: „Für die IG Metall ist neben einer angemessenen Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen der Blick in die Zukunft wichtig. Die Stahlindustrie hat nach der Krise wieder volle Fahrt aufgenommen. Die Belegschaften erwarten zu Recht, dass sie, nachdem sie die Lasten der Krise mitgetragen haben, in dieser Runde am Erfolg beteiligt werden."
Der Stahlbeauftragte der IG Metall an der Saar, Robert Hiry, erklärte: „Wir wollen in dieser Tarifrunde auch erreichen, dass junge Menschen eine gesicherte Zukunft in den Stahlbetrieben haben. Deshalb fordern wir die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten. Wer Fachkräfte will, kann nicht gegen die unbefristete Übernahme sein. Ferner werden wir uns für die Fortsetzung des Leiharbeitstarifvertrages einsetzen. "

Tarifabschluß zwischen IG Metall und Landesinnung
Mehr Geld für das saarländische Metallhandwerk
Die Entgelte der rund 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des saarländischen Metallhandwerks steigen ab dem 01. Oktober 2011 um 3,6%. Darauf haben sich die IG Metall und die Landesinnung Metall Saarland verständigt. Die Ausbildungsvergütungen steigen ab 1. Oktober 2011 im 1. + 2. Ausbildungsjahr um 21 €; im 3. Ausbildungsjahr um 23 €; im 4. Ausbildungsjahr um 22 €;. Die Verträge haben eine Laufzeit bis 30. September 2012.
"Mit diesem Abschluß ist es uns gelungen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an der guten wirtschaftliche Situation des Metallhandwerks im Saarland teilhaben zu lassen“, so Josef Windpassinger, Verhandlungsführer der IG Metall. „Tarifverträge mit der IG Metall sichern das Einkommen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und bieten Sicherheit. Dies ist der saarländischen Metallinnung seit Jahren bewußt. Im Gegensatz zu vielen anderen Innungen in der Bundesrepublik wurde bei uns im-mer weiter mit der IG Metall verhandelt.“
Gemeinsame Sitzung der Tarifkommissionen Mittelgruppe (Hessen. Rheinland-Pfalz und das Saarland) und Thüringen
IG Metall will deutliche Entgeltzuwächse, Übernahme der Auszubildenden und Mitbestimmung bei Leiharbeit
Der IG Metall Bezirk Frankfurt will ab sofort mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie die tarifliche Regelung der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden und die betriebliche Gestaltung der Leiharbeit erörtern. Das haben die Tarifkommissionen des Bezirks Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland (Mittelgruppe) und Thüringen heute auf ihrer gemeinsamen Sitzung beschlossen. Die IG Metall will zu diesen Themen substanzielle Ergebnisse erreichen, noch bevor im Frühjahr 2012 die Entgelttarifrunde startet.
Im einzelnen strebt die IG Metall im Bezirk Frankfurt an:
- deutliche Entgeltzuwächse
- unbefristete Übernahme von Ausgebildeten im Anschluss an die Berufsausbildung
- tarifliche Regelungen zur Verbesserung des Ausbildungszugangs für benachteiligte Jugendliche, intensive Ausbildungsbegleitung und Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung
- Begrenzung und faire Regelung von Leiharbeit, insbesondere zu Anlass, Volumen, Dauer, Einsatzbereichen, Übernahme sowie Auswahlkriterien in einer freiwilligen Betriebsvereinbarung
- wirksames Zustimmungsverweigerungsrecht für Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit im Betrieb mit tariflicher Schlichtungsstelle als Konfliktregulierung
- Ausweitung der Informations- und Mitwirkungsrechte des Betriebsrats beim Einsatz von Werkvertragsbeschäftigten im Betrieb
Darüber hinaus erwarten die Mitglieder der Tarifkommissionen eine Regelung zur Vergütung von Leiharbeit auf der Basis des equal-pay Prinzips mit den Verbänden der Leiharbeitsbranche noch vor Beginn der Tarifrunde 2012 in der Metallindustrie.
IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild: „Mehr Verteilungsgerechtigkeit ist dringend notwendig. Das heißt deutliche Entgeltsteigerungen für die Stammbelegschaften, daran gekoppelte equal-pay Entgelte für die Leiharbeitnehmer und Schutz der jungen Generation vor dem Abrutschen in prekäre Beschäftigung. Die IG Metall wird ihre Mitglieder dafür mobilisieren, um Teilhabe zu sichern und einen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur in Europa zu leisten."
Am 1. Oktober ruft die IG Metall bundesweit zum Jugend-Aktionstag in Köln auf. Aus dem Bezirk Frankfurt werden über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Sie fordern zusammen mit anderen unter dem Motto "Laut und stark" bessere Zukunftsperspektiven für junge Menschen und die unbefristete Übernahme nach der Berufsausbildung.
30 Jahre - 30 Tage
30 Tage Urlaub - das gab es schon immer - oder?
Vor genau 30 Jahren haben Metallerinnen und Metaller in der Metall- und Elektroindustrie der Bundesrepublik Deutschland 30 Tage tariflichen Urlaubsanspruch durchgesetzt.
Das war weder selbstverständlich, noch fiel es vom Himmel – uns wurde nichts geschenkt! In den langen Auseinandersetzungen um, den Urlaubsanspruch wurde 1978/1979 fast sechs Wochen lang gestreikt. Dennoch dauerte es letztendlich bis 1981, bis in einem Stufenplan die 30 Tage Jahresurlaub im Manteltarif festgeschrieben wurden. Übrigens: 50% zusätzliches Urlaubsgeld gibt es seit 1974.
In diesem Sinne wünschen wir allen Kolleginnen und Kollegen eine schöne, erholsame Urlaubszeit.
Präsentation zum Download
Tarifkommission 2011
Hier findet man die Präsentation von IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild, vorgetragen auf der gemeinsamen Sitzung der Tarifkommissonen Metall und Elektro am 3. Mai 2011.
Zum Herunterladen als PDF oder als Power-Point-Datei.
Zweite Verhandlungsrunde bringt Tarifabschluß
Deutliches Plus in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Nach dreizehnstündigen Verhandlungen haben sich IG Metall und die Arbeitgeber der westdeutschen Textil- und Bekleidungsbranche auf einen Tarifabschluss geeinigt. Danach steigen ab 1. Oktober 2011 die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,6 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Für die Monate Mai bis September erhalten die rund 130 000 Beschäftigten monatliche Einmalzahlungen von je 50 Euro. Die Auszubildenden bekommen je 25 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt insgesamt 20 Monate bis zum 31. OKtober 2012.
IG Metall und Volkswagen erzielen Tarifkompromiss
Tarifergebnis bei Volkswagen

Die rund 14.000 Beschäftigten bei VW in Baunatal bekommen zum 1. Mai diesen Jahres 3,2 Prozent mehr Geld. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten für die Monate Februar bis einschließlich April 1 Prozent ihres Jahresentgeltes - mindestens jedoch 500 Euro - ausgezahlt. Der Mindestbetrag für Auszubildende beträgt 200 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten und endet zum 31. Mai 2012.
Der Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit in der saarländischen Stahlindustrie
Vermeiden - begrenzen - gestalten

Die Tarifvertragsparteien der saarländischen Stahlindustrie haben am 9.12.2010 einen „Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit“ abgeschlossen. Dieser Tarifvertrag kombiniert die drei wichtigsten Forderungen von Gewerkschaften und Betriebsräten für die betriebliche und tarifvertragliche Regelung von Leiharbeit in den Entleihbetrieben:
1.) Primäre Zielsetzung des Tarifvertrages ist die Vermeidung und Begrenzung von Leiharbeit. Er verhindert, dass Leiharbeit zum Alltagsinstrument wird. Er stellt mit konkreten Maßgaben sicher, dass Leiharbeit die Ausnahme bleibt. Ihr Einsatz setzt abschließend definierte Voraussetzungen und ihm geht in jedem Fall die Prüfung der Alternativen voraus.
2.) Die Mitbestimmung des Betriebsrates sowohl über das „Ob“, als auch über das „Wie“ von Leiharbeit wird umfassend ausgebaut. Dieser Tarifvertrag sicher nicht nur die Mitbestimmung über Zweck, Dauer und Anzahl der LeiharbeitnehmerInnen für jedes einzelne Leiharbeitsprojekt. Er stellt sicher, dass der Betriebsrat vom Arbeitgeber nicht dazu gezwungen werden kann, Leiharbeit zuzulassen. Die zeitliche Begrenzung der Einsatzdauer und die anschließende Prüfung der Weiterbeschäftigung im Entleihbetrieb geben dem Betriebsrat zum ersten Mal in einem Flächentarifvertrag die Chance eine dauerhafte Übernahme von LeiharbeiterInnen in die Stammbelegschaft durchzusetzen.
3.) Ebenso umfassend ist die Gleichbehandlung bei Entgelt und Arbeitszeit gesichert. Durch das Äquivalenzprinzip wird nicht nur „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ im Sinne der LeiharbeitnehmerInnen abschließend definiert, sondern auch „gleiche Arbeitszeit für gleiche Arbeit“. Die volle Entlohnungszuständigkeit des Betriebsrates im Entleihbetrieb für die Entlohnung der LeiharbeiterInnen während der Einsatzzeit wird hergestellt. Und: Es können nur Leiharbeitgeber zum Einsatz kommen, die ebenfalls einen Tarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen haben. Es gilt das Prinzip: „ein Betrieb, eine Belegschaft, ein Betriebsrat, eine Gewerkschaft“.
Vortrag Dieter Sauer, ISF München
Leistungspolitik: Im Zentrum aber nicht im Mittelpunkt
Wir legen noch eine Schippe drauf, das hören viele Beschäftigte immer häufiger von ihren Chefs. Die Leistungsverdichtung nimmt zu. Keiner will sagen, das schaffe ich nicht. In seinem Vortrag belegt Dieter Sauer vom ISF München: fast jeder zweite Arbeitnehmer leidet stark unter Hektik, Zeit- und Termindruck am Arbeitsplatz. Ebenso viele klagen über massive Erschöpfungszustände. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen haben seit dem Jahre 1998 um 80% zugenommen. 8 Mill. Menschen leiden unter depressiven Störungen.
Sitzung der Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie
Verteilungsfolgen einer gedämpften Lohnentwicklung
Der Leiter des Tarifarchivs des WSI, Reinhard Bispinck, erläutert in seinem Vortrag vor den Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Frankfurt die Verteilungsfolgen der gedämpften Lohnpolitik der letzten Jahre: die realen Löhne und Gehälter stiegen nicht in dem Maß wie tariflich vereinbart.
Nicht nur mehr Geld
Tarifergebnis gilt auch für Thüringen
IG Metall und Arbeitgeberverband in Thüringen haben den Pilottarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie aus Nordrhein-Westfalen übernommen. Die Laufzeit des Vertrages endet im Juni 2012. Für 2010 sieht der Vertrag eine Einmalzahlung von 320 Euro vor. Auszubildende erhalten jeweils eine Zahlung von 60 Euro. Für das kommende Jahr ist von April an eine zwölfmonatige Lohnsteigerung von 2,7 Prozent geplant. Auch in Thüringen wird nun tarifliche Kurzarbeit ermöglicht. Damit kann die wöchentliche Arbeitszeit von 38 bis auf 29 Stunden abgesenkt werden. Ab einer bestimmten Höhe erhalten die Beschäftigten einen Teilentgeltausgleich. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild bewertete das Ergebnis der Tariverhandlungen als "starken Abschluss einer starken IG Metall in schwieriger Zeit". Die Tariferhöhungen seien angemessen. Mit den Regelungen zur Beschäftigungssicherung seien gute Voraussetzungen geschaffen, um ohne Entlassungen durch die Krise zu kommen.
Mehr Jobs und Geld
Tarifabschluß M+E-Industrie für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland
Der IG Metall Bezirk Frankfurt und die Arbeitgeber haben ein Tarifergebnis für die Metall- und Elektrobranche in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland vereinbart. Danach können die rund 400 000 Beschäftigten in den drei Bundesländern mit mehr Geld rechnen. Außerdem verständigten sich die Tarifparteien auf Regelungen, um Kündigungen in der Krise zu verhindern.
Armin Schild, Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Frankfurt, bewertete das Tarifergebnis als guten Abschluss. "Wir konnten angemessene Tariferhöhungen durchsetzen. Das sichert die Einkommen und stabilisiert die Nachfrage. Mit den Regelungen zur Beschäftigungssicherung sind gute Voraussetzungen geschaffen, um ohne Entlassungen durch die Krise zu kommen. Jetzt sind die Arbeitgeber in der Verantwortung, diesen Spielraum zu nutzen. Wer dennoch Entlassungen ankündigt, muss mit betrieblichem und öffentlichem Widerstand der Metallerinnen und Metaller rechnen", so Schild
Entgelterhöhungen
Die Beschäftigten in der hessischen, rheinland-pfälzischen und saarländischen Metall- und Elektroindustrie erhalten für Mai 2010 bis März 2011 einen einmaligen Betrag von insgesamt 320 Euro. Dieser Einmalbetrag wird im Mai und im Dezember 2010 mit jeweils 160 Euro ausgezahlt. Auszubildende erhalten insgesamt 120 Euro. Ab April 2011 steigen die Entgelte um 2,7 Prozent. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages endet am 31. März 2012.
Beschäftigungssicherung
Neben den Entgelterhöhungen einigten sich die Tarifpateien zusätzlich auf einen neuen Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit" (TV ZiA). Wie in den anderen Tarifgebieten vereinbart, soll es auch hier Betrieben möglich sein, tarifliche Kurzarbeit einzuführen, wenn die gesetzliche Kurzarbeit nicht mehr möglich ist. Die Arbeitszeit kann mit einem Teillohnausgliech ab der 31. Stunde abgesenkt werden. Weiterhin regelten die Tarifparteien im TV ZiA Themen des beruflichen Einstiegs. Darüber hinaus wollen sie bis zum 30. September 2010 entscheiden, ob sie zusätzlich die Weiterbildung tariflich regeln müssen, um Fachkräftemangel zu vermeiden. Der Tarifvertrag endet am 30. Juni 2012.



























